Lewis Hamilton zeigt uns allen gerade, wie Wandel in Organisationen funktioniert. Und der deutsche Mittelstand kann davon so einiges lernen.

Durchdachte Strategie? Klare Kommunikation? Schnelle Entscheidungen? Bei Ferrari derzeit alles Fehlanzeige. Da kann es dann schon mal knallen:

“Have a tea break while you’re at it!”

Wer bei 300km/h noch so wunderbar sarkastische Sätze übers Team Radio raushaut, der steckt tief im Change Prozess. Aber ist das überhaupt ein “Knall”?

Wenn es in Organisationen nicht läuft, braucht es Antreiber für Veränderungen. Die als Vorbild vorausgehen und sich auch an die eigene Nase fassen (Lewis noch vor einem Monat: ”I’m not doing a good enough job”).

Die gleichzeitig auch von anderen Exzellenz erwarten und sich trauen auszusprechen, wenn Dinge nicht richtig laufen, wie in der Entscheidungsfindung am vergangenen Wochenende.

Und die dann anfangen, zumindest Teilerfolge zu erzwingen, auf diese aufzubauen und mit mehr und mehr Gleichgesinnten unerbitterlich weiterzuarbeiten. Mit allen schönen und manchmal auch unschönen Konsequenzen.

Den letzten Teil muss Lewis Hamilton nun noch beweisen und die Gleichgesinnten finden. Sein Chef suchte nach dem Rennen übrigens das Gespräch; die Reaktion von Lewis spricht Bände: “Dude, calm down, don’t be so sensitive.” Schließlich sollte so klares Feedback keinen Knall darstellen—sondern als wichtiger Teil des Wandels von allen Beteiligten als positives Zeichen gesehen werden.